Schlaf- und Beatmungsmedizin im LungenZentrum Hirslanden Zürich

Erholsamer Schlaf ist essentiell für Ihre Gesundheit und Lebensqualität. Im LungenZentrum Hirslanden behandeln wir als größte Privatklinik der Schweiz für Lungenerkrankungen das gesamte Spektrum schlafmedizinischer Erkrankungen. In enger Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Schlafmedizin der Klinik Hirslanden bieten wir Ihnen umfassende Diagnostik und Therapie auf hohem Niveau.

Schlafapnoe – wenn die Atmung im Schlaf aussetzt

Von einem Schlafapnoe-Syndrom spricht man, wenn häufige Atemstillstände im Schlaf zu einem fragmentierten und nicht erholsamen Schlaf führen. Vereinzelte Atempausen, die im Schlaf nicht häufiger als fünfmal pro Stunde auftreten, sind dagegen unbedenklich und können auch im gesunden Schlaf beobachtet werden.

Obstruktive Schlafapnoe

Obstruktive Atempausen entstehen durch den Verschluss der oberen Atemwege im Bereich des Gaumens und des Zungengrundes infolge der Erschlaffung der Muskulatur im Schlaf.

Häufigste Symptome des obstruktiven Schlafapnoe-Syndroms sind:

  • Lautes, unregelmässiges Schnarchen
  • Aufwachen mit Erstickungsgefühl
  • In Serie auftretende Atempausen von mindestens 10 Sekunden Dauer
  • Erhöhte Einschlafneigung am Tag
  • Unruhiger Schlaf
  • Kopfdruck und Abgeschlagenheit beim Aufwachen
  • Mehrmaliges nächtliches Wasserlösen
  • Starkes Schwitzen im Schlaf
  • Bluthochdruck

Trotz genügend langer Schlafzeit fühlen sich Betroffene am Morgen unausgeruht und die Tagesvigilanz ist deutlich eingeschränkt. Die Einschlafneigung bei monotonen Tätigkeiten und langen Autofahrten ist erhöht. Das Schlafapnoe-Syndrom liegt bei 12,5% bei Männern und 5,9% bei Frauen über 40 Jahren vor.

Zentrale Schlafapnoe

Zentrale Atempausen entstehen durch vorübergehendes Aussetzen der Atemimpulse vom Gehirn – genauer vom Atemzentrum im verlängerten Rückenmark. Die Atemwege bleiben bei dieser Form der Atemstörung offen. Bei zentralen Atemstörungen findet sich oft ein periodisches Atemmuster mit vielen Atempausen, die sich negativ auf die Schlafqualität auswirken. Zentrale Atemstörungen werden bei Patienten mit Herzinsuffizienz sowie bei älteren Personen vermehrt gefunden.

Gemischte Schlafapnoe

Kommen obstruktive und zentrale Schlafapnoe während der gleichen Schlafperiode vor, wird es als gemischtes Schlafapnoe-Syndrom bezeichnet.

Der Schweregrad und die Art einer Atemstörung im Schlaf erfordern eine präzise Registrierung des Schlafs. Wir bieten verschiedene Untersuchungsmethoden an:

  • Nächtliche Langzeitpulsoxymetrie – Messung der Sauerstoffsättigung
  • Polygraphie – ambulante Messung von Atmung, Sauerstoff und Schnarchen
  • Polysomnographie – umfassende Schlafuntersuchung im Schlaflabor
  • Ausführliche Anamnese und Symptomanalyse

Für die Behandlung des Schlafapnoe-Syndroms existieren mehrere wirksame Therapiemethoden:

CPAP-Therapie (Continuous Positive Airway Pressure)

Die Überdrucktherapie mittels CPAP-Gerät ermöglicht selbst in schweren Fällen eine Verbesserung der Atmung im Schlaf mit Optimierung der Schlafqualität. Die Müdigkeit, Leistungsfähigkeit und Lebensqualität vieler Schlafapnoe-Patienten werden unter optimaler Behandlung deutlich verbessert. Gleichzeitig werden medizinische Beschwerden wie Bluthochdruck und Herzinsuffizienz durch die Therapie der Schlafapnoe positiv beeinflusst.

Weitere Therapieoptionen:

  • Unterkieferprotrusionsschiene – Unterkieferschiene zur Offenhaltung der Atemwege. Wir verfügen über ein breites Netzwerk an spezialisierten Zahnärzten, die in enger Zusammenarbeit mit unserem Zentrum eine Unterkieferprotrusionsschiene für Sie als Therapieoption evaluieren können.
  • Verhinderung der Rückenlage durch Positionstherapie
  • Gewichtsreduktion bei Übergewicht
  • Behandlung von Begleiterkrankungen
Bei chronischen Lungenerkrankungen kann eine Beatmungstherapie notwendig werden:

  • Nicht-invasive Beatmung (NIV) bei chronischer Ateminsuffizienz, z.B. COPD und Lungenemphysem
  • Einleitung, Anpassung und Kontrolle von Beatmungsgeräten

Die unten aufgeführten weiteren schlafmedizinischen Diagnosen werden in enger Zusammenarbeit mit unserem Zentrum für Schlafmedizin unter der Leitung von Dr. med. Cristina Zunzunegui abgeklärt:

  • Schlaflosigkeit (Insomnie) – Ein- und Durchschlafstörungen
  • Schnarchen ohne Atempausen
  • Übermässige Tagesschläfrigkeit
  • Narkolepsie – Schlafanfälle am Tag
  • Restless legs-Syndrom – unruhige Beine
  • Periodische Bewegungen der Beine im Schlaf
  • Nächtliche Dyspnoe – Aufwachen mit Atemnot und Erstickungsangst
  • Parasomnien – Sprechen, Schreien, Stöhnen, Zähneknirschen, Essen oder gefährliches Verhalten im Schlaf, Bettnässen, Albträume
  • Schlafwandeln und Nachtschreck (Pavor nocturnus)
  • Schlafstörungen im Alter