Häufig gestellte Fragen zum LungenZentrum Hirslanden Zürich

Hier finden Sie Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen rund um das LungenZentrum Hirslanden, Terminvereinbarungen, Versicherungsfragen und unsere Leistungen.

Ja. Ambulante Patienten werden unabhängig von Ihrer Versicherungsklasse in den Praxen des LungenZentrum Hirslanden behandelt.

Allgemeinversicherte stationäre Patienten können im Kanton Zürich nur an der Klinik Hirslanden aufgenommen werden. Alle anderen Privatkliniken bieten diese Aufnahmemöglichkeit nicht an. Das LungenZentrum Hirslanden steht allen Patienten im ambulanten und stationären Setting unabhängig von der Versicherungsklasse zur Verfügung.

Das LungenZentrum Hirslanden wurde Mitte 1998 gegründet und ist seit über 20 Jahren für die umfassende Betreuung von allen Patienten mit Lungenerkrankungen an der Klinik Hirslanden verantwortlich. Wir haben bewusst unsere medizinischen Services auf die Klinik Hirslanden ausgerichtet und sind nicht noch an anderen Kliniken tätig. Wir sind auch im Notfall für Sie jederzeit verfügbar.
Das pneumologische Ärzteteam umfasst:

  • Dr. med. Karl Klingler
  • Dr. med. Andreas Piecyk
  • Prof. Dr. med. Carlos Cardoso
  • PD Dr. med. Maurice Roeder
  • Prof. Dr. med. Othmar Schöb
  • Prof. Dr. med. Ilhan Inci

Nein, es besteht auch die Möglichkeit, sich direkt bei uns anzumelden.

Es liegt uns viel an einer engen Zusammenarbeit mit Ihrem Hausarzt, weshalb es empfehlenswert ist, Ihren Hausarzt zu informieren. Insbesondere wenn Sie in einem Hausarztmodell versichert sind, muss die Zuweisung über Ihren Hausarzt erfolgen.

Normalerweise erstellen wir nach Diagnose und Therapieeinleitung einen Hausarztbericht, den wir Ihnen auch gerne in Kopie zustellen.

Ja, in Notfallsituationen dürfen Sie auch ohne Termin vorbeikommen.

Um längere Wartezeiten zu verhindern, empfehlen wir ein kurzes Telefonat mit unserem Empfang unter Tel. +41 44 387 30 00.

Wir bemühen uns jederzeit, so effizient wie möglich zu arbeiten und Ihre Wartezeit so kurz wie möglich zu halten.

Ja, Ihre Sicherheit ist uns sehr wichtig. Es ist immer ein Arzt des LungenZentrums während den Sprechstundenzeiten im Hause.

Wir haben bewusst darauf verzichtet, in anderen Kliniken gleichzeitig tätig zu sein, da dadurch die Kontinuität der Behandlung nicht zu jedem Zeitpunkt durch einen Facharzt gewährleistet wird.

Die alljährliche Grippeimpfung im Herbst bietet (zusammen mit allgemeinen Hygienemaßnahmen wie Händedesinfektion, Husten- und Niesdisziplin) den guten Schutz vor der Grippe und ihren Komplikationen im bevorstehenden Winter.

Personen mit erhöhtem Risiko für Grippekomplikationen:

  • Senioren ab 65 Jahren
  • Patienten mit chronischen Erkrankungen
  • Frühgeborene ab dem 6. Lebensmonat für die ersten zwei Winter nach der Geburt
  • Schwangere (während der gesamten Schwangerschaftsdauer)

Kontaktpersonen in Beruf und Familie:

  • Medizinal-, Pflege- und Krippenpersonal
  • Tagesmütter oder im selben Haushalt lebende Personen

Personen mit regelmäßigem Kontakt zu Säuglingen unter 6 Monaten

  • Alle übrigen Personen, welche sich aus beruflichen oder privaten Gründen schützen möchten, können selbstverständlich ebenfalls von der Grippeimpfung profitieren.

Der Nationale Grippeimpftag soll als besonders sichtbarer Event zu Beginn der Grippesaison den Sinn und den Zeitpunkt der Grippeimpfung in Erinnerung rufen. Zudem können sich alle Impfinteressierten an diesem Tag überall in der Schweiz (ohne Voranmeldung bei den teilnehmenden Praxen und zu einem empfohlenen Pauschalpreis von 30 CHF) impfen lassen.

Der Grippeimpftag wird vom Kollegium für Hausarztmedizin in Zusammenarbeit mit den Fachgesellschaften der Schweizerischen Haus- und KinderärztInnen (SGAIM und SGP) organisiert und logistisch sowie finanziell unterstützt vom Bundesamt für Gesundheit (BAG).

Interessierte Personen können die Adressen impfender HausärztInnen in ihrer Umgebung bequem auf der Website des Kollegiums für Hausarztmedizin finden (ab September verfügbar). Nach kurzer Befragung und Information über die Grippeimpfung wird der Interessent vom Arzt oder einer Praxisassistentin geimpft. Der empfohlene Pauschalpreis (30 CHF) ist danach bar zu bezahlen. Personen mit einem erhöhten Komplikationsrisiko können sich den Betrag von ihrer Krankenkasse rückerstatten lassen (sofern die Franchise bereits erreicht wurde).

Ja. Eine Impfung gegen Pneumokokken ist verfügbar.

Was sind Pneumokokken?

Pneumokokken-Erkrankungen werden durch Bakterien aus der Familie der Streptokokken hervorgerufen. Sie sind weltweit verbreitet und werden von Mensch zu Mensch übertragen. Je nach Region der Welt und abhängig vom Alter sind verschiedene Pneumokokken-Stämme für unterschiedliche Krankheiten mit zum Teil lebensbedrohlichen Verläufen verantwortlich. So verursachen sie beispielsweise die Mehrzahl aller bakteriellen Lungenentzündungen.

Wie werden Pneumokokken übertragen?

Pneumokokken werden wie ein grippaler Infekt durch Tröpfcheninfektion übertragen – beispielsweise beim Husten oder Niesen. Die Bakterien finden sich im Nasen-Rachen-Raum vieler Menschen, ohne dass diese daran erkranken. Daher können sie auch von Gesunden weitergegeben werden.

Warum Pneumokokken bei manchen Menschen plötzlich Krankheiten auslösen und bei anderen nicht, ist nicht genau bekannt. Auch Gesunde können betroffen sein. Bei geschwächter Körperabwehr – zum Beispiel nach einer Viruserkrankung oder bei chronischen Erkrankungen – passiert dies jedoch leichter.

Wer ist besonders gefährdet?

Säuglinge und Kleinkinder sowie auch ältere Menschen erkranken häufiger an Pneumokokken. Denn mit zunehmendem Alter lassen die Abwehrkräfte des Körpers nach und chronische Krankheiten nehmen zu.

Welche Erkrankungen können Pneumokokken auslösen?

Pneumokokken können verschiedene Erkrankungen auslösen – darunter Nasennebenhöhlen-, Mittelohr-, Hirnhautentzündung oder Blutvergiftung. Darüber hinaus sind sie für 20 bis 50 Prozent aller durch Bakterien verursachten Lungenentzündungen bei älteren Erwachsenen verantwortlich. Einige dieser Erkrankungen können lebensbedrohlich verlaufen. Bei schwerem Verlauf stirbt etwa jeder Zehnte der Erkrankten an den Folgen der Pneumokokken-Infektion. Besonders gefährdet sind Menschen mit geschwächtem Immunsystem.

Warum ist die Impfung wichtig?

Pneumokokken-Erkrankungen können zwar mit Antibiotika behandelt werden. Allerdings nehmen Resistenzen zu, so dass die Medikamente schlechter anschlagen. Der Schutz durch Impfung wird daher immer wichtiger.

Für wen ist die Pneumokokkenimpfung empfohlen?

Die Pneumokokkenimpfung ist in erster Linie indiziert für Personen jeden Alters mit erhöhtem Risiko einer Pneumokokkenerkrankung oder bei über 65-Jährigen von uns empfohlen:

Chronische Krankheiten

  • Herzinsuffizienz
  • Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD), schweres Asthma, Bronchiektasen durch Antikörpermangel
  • Leberzirrhose
  • Anatomische und funktionelle Asplenie, Sichelzellanämie
  • Niereninsuffizienz, nephrotisches Syndrom
  • Schlecht eingestellter Diabetes mit Herz- oder Niereninsuffizienz

Neoplasien

Lymphome, Leukämie, Myelome

Transplantation

Kandidaten und Empfänger einer soliden Organtransplantation, Stammzellenempfänger

Störungen des Immunsystems

  • Autoimmunerkrankungen, die wahrscheinlich eine Immunsuppression erfordern
  • Medikamentöse Immunsuppression
  • HIV-Infektion
  • Immundefizienz, z.B. Variables Immundefektsyndrom, Polysaccharid-Antikörpermangel

Weitere Indikationen

  • Frühgeburt (< 33. Schwangerschaftswoche oder Geburtsgewicht < 1500g)
  • Cochleaimplantat (in situ oder geplant)
  • Schädelbasisfraktur / -Missbildung

Welche Nebenwirkungen hat die Pneumokokkenimpfung?

Häufig kommt es durch die Anregung der körpereigenen Abwehr zu einer Rötung oder Schwellung an der Einstichstelle, die auch schmerzen kann. Ebenso können in den ersten drei Tagen nach der Impfung Allgemeinsymptome wie beispielsweise Fieber, Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit, Muskel- und Gelenkschmerzen auftreten. Solche Impfreaktionen klingen in der Regel nach ein bis drei Tagen wieder ab.

Schwere Nebenwirkungen sind selten. Eine allergische Reaktion (z.B. Nesselsucht) ist möglich. Sehr selten kann sich die Zahl der Blutplättchen (verantwortlich für die Blutgerinnung) vorübergehend verringern.

Welche Impfstoffe sind verfügbar?

In der Schweiz sind 2 Impfstoffe für Erwachsene verfügbar:

  • Pneumovax (23-valent): Muss alle 5-6 Jahre wiederholt werden
  • Prevenar (13-valent): Muss nur 1x verabreicht werden, wird nicht wiederholt. Es muss aber bei diesem Impfstoff ein Abstand von 1 Jahr zu einer Pneumovax-Impfung eingehalten werden. Kann aber gleichzeitig mit einer Grippe-Impfung verabreicht werden.

Weitere Fragen?

Haben Sie weitere Fragen, die hier nicht beantwortet wurden? Kontaktieren Sie uns gerne telefonisch oder vereinbaren Sie einen Termin in unserem LungenZentrum Hirslanden in Zürich. Unser Team beantwortet Ihnen gerne alle Ihre Fragen.